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CASE STUDY • IoT & Data Logging

RS-485-Datenprotokollierung mit dem Neousys POC-610

Wie ein Automatisierungsspezialist mit einem kompakten Box-PC serielle Maschinendaten erfasst, per MQTT in die Cloud sendet und damit den Grundstein für vorausschauende Wartung legt.

Branche: Fertigungsindustrie
Hardware: Neousys POC-610
Protokoll: Modbus RTU → MQTT

Die Ausgangslage

Ein mittelständischer Sondermaschinen-Hersteller betreibt in seiner Fertigungshalle 24 CNC-Fräsmaschinen und Drehbänke unterschiedlicher Baujahre. Die älteren Maschinen (Baujahr 2005–2015) verfügen über keine Ethernet-Schnittstelle — lediglich RS-485-Ports für die serielle Kommunikation.

Das Problem: Maschinenstillstände wurden erst bemerkt, wenn ein Bediener den Fehler meldete. Betriebsdaten wie Spindeldrehzahl, Vorschubgeschwindigkeit und Temperatur waren nur lokal an der Maschine abrufbar. Eine zentrale Überwachung existierte nicht.

24
Maschinen im Bestand
16
davon nur mit RS-485
0
zentrale Überwachung
~3 h
Reaktionszeit bei Ausfall

Die Lösung: POC-610 als Protokoll-Bridge

Der Integrator entschied sich für den Neousys POC-610 — einen kompakten, lüfterlosen Box-PC mit nativem RS-232/422/485-Port und drei 2,5-GbE-Ethernet-Schnittstellen. Auf dem System läuft ein schlankes Linux mit Node-RED und Mosquitto MQTT-Broker.

Datenfluss im Überblick

CNC-Maschine (Modbus RTU, RS-485)
  ↓
POC-610 — Node-RED: Modbus-Read → JSON-Mapping → MQTT-Publish
  ↓
Werks-LAN (2,5 GbE) → MQTT-Broker → Cloud-Dashboard (Grafana)

Warum der POC-610?

Nativer RS-485-Port

Software-umschaltbar zwischen RS-232, RS-422 und RS-485 — kein USB-Adapter nötig, zuverlässig im Dauerbetrieb.

Kompakt & DIN-Rail

Passt in jeden Schaltschrank neben der Maschinensteuerung — Montage auf Hutschiene oder Wandhalterung.

3× 2,5 GbE Ethernet

Drei Netzwerkports erlauben Netztrennung: ein Port fürs Maschinen-VLAN, einer fürs Office-Netz, einer für Management.

Lüfterlos, -25 bis +70 °C

Kein Staub, kein Verschleiss — wartungsfrei im 24/7-Betrieb in staubiger Fertigungsumgebung.

Ergebnis & Kennzahlen

Nach drei Monaten Betrieb zeigt sich der Nutzen der zentralen Maschinendatenerfassung deutlich:

16
Maschinen vernetzt
< 15 Min
Reaktionszeit (vorher 3 h)
2
POC-610 im Einsatz
~12%
weniger ungeplante Stillstände

Jeder POC-610 liest per RS-485-Bus bis zu 8 Modbus-RTU-Slaves im 5-Sekunden-Takt aus. Die Daten werden lokal zwischengepuffert und per MQTT an ein Grafana-Dashboard weitergeleitet. Bei Grenzwertüberschreitungen (z. B. Spindeltemperatur > 85 °C) wird automatisch eine Benachrichtigung an den Schichtleiter gesendet.

Der nächste Schritt: Integration der neueren Ethernet-fähigen Maschinen über OPC UA — ebenfalls auf dem POC-610, der dafür genug Rechenleistung und Netzwerk-Ports mitbringt.

Ihr Projekt hat ähnliche Anforderungen?

Ob RS-485, CAN-Bus, Modbus TCP oder OPC UA — wir finden den passenden Industrie-PC für Ihre Datenerfassung. Unsere Experten beraten Sie herstellerunabhängig und konfigurieren Ihr System betriebsbereit.

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